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1, 2 oder 3 Katzen im Haus?

So langsam spricht es sich nun immer mehr herum, dass zwei, oder mehrere Katzen doch ein geselligeres, ausgefülltes Leben haben, als eine einzelne Katze. Dies gilt insbesondere für reine Wohnungskatzen.Klar kann Mensch auch mit nur einer Katze wunderbar leben, so mancher Mensch kommt sogar ganz ohne kätzische Gesellschaft aus. Doch jeder, der aus eigener Erfahrung zu berichten weiß, dass seine ehemalige Einzelkatze völlig aufgelebt ist als dann doch noch ein Katzenkumpel dazu kam, wird bestätigen können, dass die Entscheidung zur Zweitkatze, am Besten sofort von Anfang an, wirklich eine gute und richtige Entscheidung ist.Zwei Katzen küssen und schlagen sich, gehen sich aus dem Weg, oder liegen eng umschlungen zusammen, spielen und toben miteinander, kommunizieren, erzählen sich gegenseitig das Neuste auf Katzensprache, oder zeigen sich, dass sie momentan keinen Bock auf den Anderen haben… kurzum, es wird ihnen nie langweilig.Langweilig wird es eher einer Einzelkatze die in der Wohnung auf die Rückkehr ihrer Dosenöffner wartet. Und selbst wenn der Mensch sehr viel Zeit zu Hause verbringt, so spricht er doch eine ganze andere Sprache und kann der Katze, so sehr er sich auch anstrengt, nicht das bieten, was eine zweite Katze zu bieten vermag.Man braucht sich doch nur mal vorzustellen, wie süß es aussieht, wenn zwei Katzen miteinander spielen, oder schmusen. Wem bei solch einem Anblick das Herz aufgeht, der sollte gar nicht lang überlegen, der ist reif für eine Zweitkatze.Zwei, oder mehr Katzen, bedeuten natürlich auch mehr Kosten. Das ist für viele schon ein Grund, sich nur eine Katze zuzulegen. ABER die Freude, die man durch zwei Mietzen erfährt verdoppelt sich ebenso. Immer ist eine Katze da, die schmusen möchte, beide belagern dein Bett, streichen um Deine Beine, geben Dir die Liebe um ein Vielfaches zurück, kurz gesagt, man hat viel mehr Action, viel mehr Leben in seinen vier Wänden.Oft kann man über das Verhalten der zwei (oder mehr) Katzen dann allerdings wirklich nur den Kopf schütteln. Liegen zwei gerade eben noch friedlich schlummernd auf der Couch, im schönsten Fall ineinander verschlungen und schmusend, was bei meinen Katzen sehr sehr selten vorkommt, so kann das Dosen klappern in der Küche sie tatsächlich zu kleinen Feinden machen – Futterneid.Oder sie spielen gerade noch einträchtig miteinander, plötzlich will die eine sich aufspielen, sich beweisen, schon zieht die andere beleidigt ab um dann nur eine Stunde später wieder ganz friedlich gemeinsam auf dem Balkon die Vögel zu beobachten, als ob nie etwas gewesen wäre…Man weiß nie so genau, woran man bei seinen beiden (oder mehreren) Katzen ist und gerade das liebe ich so sehr an ihnen, mal total lieb zueinander, mal absolut zickig, oder gar angriffslustig dem Katzenkumpel gegenüber… Öfter mal was Neues und immer wieder spannend… und irgendwie doch ganz anders als das Leben einer in der Wohnung gehaltenen Einzelkatze, oder?Nun ist es aber auch so, dass es nicht zwangsläufig jeder Einzelkatze gefällt, wenn wir ihr einen Kumpel vor die Nase setzen. Ist die Einzelkatze wirklich rundum zufrieden, hat eventuell sogar Freigang um sich Draußen auszutoben und Kontakte zu anderen Katzen zu knüpfen, macht keine Anstalten, dass ihr das Leben alleine nicht gefällt, dann ist es tatsächlich nicht unbedingt ratsam, einer glücklichen Einzelkatze eine andere Mietze vor die Nase zu setzen nur weil wir Menschen es halt gerne so hätten, obwohl auch in solchen Fällen die Einzelkatze ihrem Dosi zu liebe schon mal Kompromisse eingeht und den Neuling akzeptiert.Die meisten Katzenfreundschaften entstehen jedoch am häufigsten in der Jugend der Mietzen, oder auf jeden Fall zwischen solchen Katzen, die die meiste Zeit mit anderen Katzen gelebt haben.Einzelkatze wird eine Katze erst, wenn sie von ihrer Katzenfamilie in ein neues Zuhause kommt, wo es keine anderen Katzen gibt. Hat das Tier die Möglichkeit raus zu gehen, findet sie draußen genug Abwechslung und kommt dort auch mit anderen Katzen in Kontakt, in welcher Form auch immer. Wird sie in der Wohnung gehalten, sieht das wirklich schon ganz anders aus. Viele Einzelkatzen kommen dort regelrecht vor Langeweile um, fangen mit irgendwelchen „Unarten“ an, oder resignieren mit der Zeit einfach, verschlafen die meiste Zeit und lassen sich so recht auch nicht mehr zu anderen Dingen animieren. Das sieht dann meist für uns Menschen so aus, als ob die Katze glücklich ist…schließlich ist es doch normal, das Katzen so viel schlafen… ist es aber in der Form nun mal nicht ;-)Von Anfang an zwei Katzen in einer katzengerechten Wohnung, wäre eigentlich immer die bessere Alternative.Hat man dann irgendwann den Eindruck, dass die Einzelkatze doch nicht so ganz glücklich ist, dann ist die Entscheidung zur Zweitkatze immer noch eine gute Lösung, denn so ganz unverträglich sind, gerade unglückliche, Einzelkatzen nicht. Eine zweite Katze ist wirklich das Wichtigste gegen Katzenlangeweile.Die Beiden werden sich immer miteinander beschäftigen, auch wenn so mancher „Rangkampf“ schlimmer aussieht, als er ist, lieber ein unterhaltsamer Streit zwischen den Katzen, als „friedliche“ Langeweile.Wildkatzen sind tatsächlich Einzelgänger, außer Löwen. Unsere Stubentiger stammen ja nun eigentlich von verschiedenen Wildkatzenarten ab. Aber anscheinend ignorieren unsere Hauskatzen vollkommen ihre natürliche Veranlagung, denn sie leben oft sehr gerne in Gruppen zusammen. Man braucht nur mal die Katzenvielfalt auf Bauernhöfen, in Hotels im Urlaub, in Großstädten auf Fabrikgeländen undundund…zu beobachten. Sie bilden friedlich miteinander lebende Grüppchen, teilen sich das Nahrungsangebot und bilden eine Art Rudel. Und so ungewöhnlich ist das ganze dann doch nicht, denn im alten Ägypten vor 4000-5000 Jahren lebten die Katzen schon seit ihrer Domestikation in friedlichen Lebensgemeinschaften und nicht als Einzelgänger.Viele Katzenhalter haben zwei, drei, vier oder noch mehr Katzen, wie ein richtiges Rudel.Gerade so, wie es eigentlich ein Hund gern hätte der dann doch meist eher allein gehalten wird. Und doch ist so ein „Katzenrudel“ nicht mit einem Hunderudel zu vergleichen, denn ein Hund begreift sich als Teil des Ganzen, während eine Katze sich selbst als Ganzes sieht und die anderen Katzen mehr als Ergänzung, bestenfalls als Bereicherung und manchmal auch als völlig überflüssig ansieht.Junge Katzen kann man in ihrem Verhalten und in ihren Vorlieben noch formen. Das hängt ganz von uns Menschen ab, ob die Mietzen Einzelgänger, Paar- oder Gruppenkatzen, menschenbezogen oder scheu, kinderfreundlich und hundefreundlich, ängstlich oder selbstbewusst, sozial oder unsozial werden. Sind sie dann einmal erwachsen, dann wird es schon schwieriger, aber dennoch nicht unmöglich, z.B. einer scheuen Mietze die Angst zu nehmen, oder eine Singlekatze an eine Zweite zu gewöhnen.Also komme ich wieder auf den Anfang dieses Themas zurück:Besser, man nimmt von Beginn an zwei Mietzen. Kein Mensch kann einer Katze das bieten, was eine Zweitkatze ihr bieten kann, und strengen wir uns auch noch so an. Wir sprechen nicht die gleiche Sprache…Und wie schön ist es für uns Menschen, wenn wir z.B. im Ausland ganz alleine sind und jemanden treffen, der unsere Sprache versteht. Genauso ist es auch für unsere Katzen.

Mehrkatzenhaushalt









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