HCM

Hypertrophe Kardiomyopathie

 

HCM ist eine Herzkrankheit die alle Katzen betreffen kann, egal welcher Rasse.

Die Krankheit wurde bisher am häufigsten bei Hauskatzen nachgewiesen, da dort keine Vorsorgeuntersuchungen und Selektionen stattfinden. HCM läßt die Herzwand immer dicker werden, bis das Herz nicht mehr in der Lage ist das Blut durch den Körper zu pumpen. Herzversagen, Thrombosen und der plötzliche Herztod sind möglichen Folgen der HCM.

 

Da die Herzwand bei dieser Krankheit nicht von Geburt an dick ist, sondern mit der Zeit wächst, ist HCM in der Regel noch nicht bei einem Jungtier festzustellen. Symptome gibt es selten, oder erst wenn es zu spät ist, deshalb ist es wichtig, auch symptomfreie Katzen regelmäßig bei einem erfahrenen Kardiologen mittels Ultraschall untersuchen zu lassen. Am häufigsten ist HCM ab einem Alter von 3-4 Jahren feststellbar.

 

Natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen, einige betroffene Katzen entwickeln die Krankheit früher, andere später.  Je älter die Katze bei einem HCM freien Ultraschall ist, umso größer ist die Chance, das sie die Krankheit tatsächlich nicht hat. HCM vererbt sich autosomal dominant mit variabler Penetranz. Autosomal dominant bedeutet, dass ein erkranktes Elternteil reicht um die Krankheit zu erben. Die variable Penetranz bedeutet, dass die Krankheit in unterschiedlichem Alter und Schweregrad auftritt, was den Ausschluss schwierig macht, weil es dazu führt das einige Katzen erst in sehr hohem Alter HCM entwickeln und es bis dahin schon an viele Nachkommen vererbt haben.

 

Als Ergänzung zum Herzultraschall wurde im Jahr 2007 eine Genmutation gefunden, die bei Ragdoll Katzen HCM verursachen kann. Diese Mutation ist nicht die einzige Ursache für HCM, weshalb auch bei Katzen die die Mutation nicht tragen, Ultraschalluntersuchungen wichtig sind.

PKD

Polyzystische Nierenerkrankung

 

PKD ist eine Erkrankung der Nieren, bei der Zysten entstehen die die Nierenfunktion mit ihrem Wachstum mehr und mehr einschränken. Erste Zysten können schon in jugendlichem Alter festgestellt werden, da sich die Krankheit jedoch mit der Zeit entwickelt, ist ein sicherer Ausschluss erst in höherem Alter möglich. Klinische Symptome treten erst im Spätstadium der Erkrankung auf, wenn große Bereiche des Nierengewebes betroffen sind, was letztendlich zu tödlichen Nierenversagen führt. Die Krankheit ist vor allem bei Perserkatzen und mit ihnen verwandten Rassen verbreitet, kann aber bei allen Rasse- oder Hauskatzen auftreten. PKD vererbt sich autosomal dominant, was bedeutet, dass ein erkranktes Elternteil reicht um die Krankheit zu erben.

 

Bei Perserkatzen wurde eine Genmutation gefunden, für die ein Gentest zur Verfügung steht. Dieser Gentest kann auch bei anderen Rassen durchgeführt werden, wird dort aber vermutlich wenig Aussagekraft haben, so dass bei allen anderen Katzenrassen ein Nierenultraschall beim Spezialisten das erste Mittel der Wahl sein sollte.

 

 

Texte stammen von Britta Singethan - Yankee Cats Maine Coon